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Was tun gegen Trigeminus – Neuralgie?

Schmerzen - tokamuwi / pixelio.de

Die sogenannte Trigeminusneuralgie ist ein plötzlich auftretender, heftiger Gesichtsschmerz, hervorgerufen durch eine Schädigung oder Erkrankung des gleichnamigen fünften Hirnnervs. Sie äußert sich zumeist in schweren, anfallartigen Schmerzen, insbesondere im Bereich des Ober – und Unterkiefers, an Nase, Wange und Kinn. Man kann zwei Formen dieser Krankheit unterscheiden:

•    zum einen die “Klassische Trigeminusneuralgie” (oder auch idiopathische Trigeminusneuralgie), bei der keine Grunderkrankung vorliegt. Hierbei ist meist ein krankhafter Gefäß-Nerven-Kontakt die Ursache für die plötzlich auftretenden Schmerzattacken. Ein Beispiel hierfür wäre ein benachbart liegendes Blutgefäß, das auf den Nerv drückt. Diese Art der Erkrankung tritt wesentlich häufiger auf, als die zweite Form, die sogenannte

•    “Symptomatische Trigeminusneuralgie”, die sich auf eine Erkrankung zurückführen lässt, beispielsweise Multiple Sklerose, einen Hirntumor oder aber einen Schlaganfall im Bereich des Hirnstamms.

Die bei der Trigeminusneuralgie auftretenden Schmerzen treten in der Regel sehr plötzlich in Erscheinung, sind extrem stark und nur von kurzer Dauer. Auslöser können Zähneputzen, Kauen oder Schlucken sein, aber auch Berührungen an Wange oder Kinn. Um die Trigeminusneuralgie gegen andere Gesichts – oder Kopfschmerzen abzugrenzen, ist eine genaue Befragung des Patienten zu seinen Symptomen unbedingt notwendig. Der Arzt kann eine Kernspintomografie oder eine Lumbalpunktion veranlassen, um eine “Symptomatische Trigeminusneuralgie” bzw. Multiple Sklerose ausschließen zu können. Manchmal sind auch kieferchirurgische oder HNO-ärztliche Untersuchungen notwendig, um andere etwaige Ursachen auszuschließen.

Die Medikamente, die bei dieser Krankheit eingesetzt werden, haben vorbeugende und keine lindernde Wirkung. Die gebräuchlichsten sind Carbamazepin und – bei einer notwendigen Akutbehandlung – Phenytoin. Zeigen die Medikamente keine Wirkung oder treten zu starke Nebenwirkungen hervor, kann auch eine Operation in Betracht gezogen werden, bei der bsp. die für die Schmerzleitung verantwortlichen Nervenfasern zerstört werden.

Bildquelle: tokamuwi / pixelio.de

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